Günters 13-Tage-Motorradreise in 4 USA-Staaten
Samstag,  3.6.06:  Nach einem  Frühstück  marschierte  ich  zunächst  zum  AAA, um mir dort Unterlagen für die Rundreise zu beschaffen. Leider: Trible A hatte geschlossen. So ging ich halt mit mit meiner Motorradtasche, einem kleinen Rucksack und dem Helm zur Bryantstreet wo bei Dubbelju Wolfgang und James schon auf mich warteten.

Die Harley Electra Glyde stand bereit. Formalitäten wie Versicherung, Vertrag, Info über die Harley und die letzte Besprechung
von Wolfgangs Fahrtenvorschlag lagen hinter mir, als ich um 11 Uhr Richtung Highway 1 über die innerstädtische Autobahn tuckerte. Sehr vorsichtig!

Glück: Der Hyw 1 war wegen Steinlawine bei SF gesperrt, so bog ich über die Routen 92 und 35  auf  die Skyline,  hoch oben auf  den Hügeln  über dem  Pazifik.  Eine herrliche  Aussicht und  wunderschöne  Kurven  durch  teils waldiges oder  auch offenes  Gelände  brachten den  ersten Hochgenuss.

Monterey war mein erstes Tagesziel (104 Meilen). Der ganze Tag war sonnig und warm. Um 19 Uhr hatte ich mein Zimmer mit Queen Size Bett. Viel los war nicht ums Motel herum. Ulkig fand ich es, bei meinem ersten Einkauf im Markt von der Kassiererin gleich fröhlich mit "How are you?" begrüßt zu werden. Studentenfutter für die Folgetage, Käse samt mexikanischem Gebäck und eine Flasche californischen Rotwein brachte ich in mein Zimmer und ließ es mir gut gehen.


 




Sonntag, 4.6.06: Zunächst tuckerte ich zum Aquarium. Seniorenpreis: 19,50 $. Gefallen hat es mir nicht besonders. Kleine Becken, viel Ge- schriebenes und eine Menge Leute (sonntags). So saß ich bald auf der Harley. Bevor es auf den Hyw.1 ging, tankte ich. Beim Rausschieben konnte ich die Harley auf einem Splittstück nicht mehr halten. Sie legte sich auf den Sturzbügel (das gab es nie wieder). Ein Amerikaner half mir beim Aufrichten.
Richtung Big Sur gab es Wald, windige Buchten und jede Menge Kurven. 75 Meilen wurden angesagt. Immer wieder luden View Points ein zum Schauen. Leider war mein Kameraakku leer, weil der ADAC-World-Adapter nicht funktionierte.

Hearst Castle hatte mir Wolfgang ausgeredet. "Europa bietet Schöneres." Der Tipp mit den Seelöwen war super!
Santa Maria erreichte ich nach 229 Meilen. Wetter: sonnig und warm.
Best Western hatte ein nettes Zimmer und vor allem Internetzugang in der Launch. So konnte ich mein 1. Email an Verwandte und Bekannte schicken.
Montag 5.6.06: Frühstück ok, vergebliche Adaptersuche, tanken und Wegerkundigungen hatte ich hinter mir, als ich frohgelaunt auf einsamer Route 166 zunächst durch die Sierra Madre (hier könnten die Western gedreht worden sein), dann durch Ackerland und spät hinauf in die Berge nach Tehachepi (Indianername) gondelte. Nur hatte ich in Arwin, beim vergeblichen Versuch einen Adapter zu kaufen, eine Tüte mit Kabel- anschlüssen usw. vergessen. 172 Meilen waren das heute. Wetter: sonnig und warm.
39 $ wollte das Ranch Motel für ein Zimmer zur Straße hin. Ich nahm eins zum Hof und handelte dies von 47 auf 44 $ runter. Alter, etwas gammeliger Laden eines ältern Dadies, dessen Tochter und Enkel mich bedienten.